Das Klinikum Karlsburg

... unser Anspruch: Spitzenmedizin auf den Gebieten

  • Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie
  • Kardiologie
  • Angiologie
  • Erwachsenen- und Kinderdiabetes

Aortenklappenersatz

Aortenklappenersatz - Wann Stent?

Seit August 2009 werden im Klinikum Karlsburg bei hochbetagten und Hochrisikopa-tienten Aortenklappenstents implantiert. Mittlerweile ist die Implantation von Herzklappenstents im Klinikum Karlsburg zur Routine geworden Für dieses Verfahren ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Herzchirurgen und Kardiologen notwendig. Im Klinikum Karlsburg hat sich dazu eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung von Herrn Prof. Dr. med. H.-G. Wollert (Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie) und Herrn Oberarzt Dr. R. Bittner, Klinik für Kardiologie) etabliert, die sich seit 2006 auf dieses Verfahren vorbereitet hat.

Besteht bei einem Patienten die Notwendigkeit eines Ersatzes der Aortenklappe wird auf der Aortenkonferenz beraten, ob

(1) primär ein offen herzchirurgisches Vorgehen oder die Implantation eines Aortenklappenstents sinnvoll ist. Entscheidet man sich für die Implantation eines Aortenklappenstents, wird

(2) überprüft, ob eine Implanation über die Herzspitze (transapikales Vorgehen) oder eine Implantation über die Beinarterien in Frage kommt (transfemorales Vorgehen).

Das Vorgehen wird heute noch sehr stark von technischen Limitationen der verschiedenen Stentsysteme determiniert. Bei den transapikalen Stents arbeiten wir mit der Firma Edwards (Sapien®-Klappe) und bei den transfemoralen Stents mit der Firma Medtronic (Corvalve®-System) zusammen. Zukünftig werden wir auch Aortenklappenstents der Firma Edwards transfemoral implantieren, wenn deren 18 French System verfügbar ist. Die Hauptlimitation ist momentan die Annulusweite: 2,45 cm bei der Sapien®-Klappe (transapikales Vorgehen) und 2,70 cm bei Corvalve® (transfemorales Vorgehen). Ende des Jahres werden Klappenstents mit größeren Durchmessern zur Verfügung stehen. Weiterhin muss ein gehöriger Abstand der Ostien der Herzkranzgefäße von der Aortenklappenbasis bestehen, damit die Kranzgefäße nicht verlegt werden. Immer wieder gibt es Konstellationen, dass trotz einer eindeutig gegebenen Indikation zum Aortenklappenstent aus rein technischen Gründen der Weg der konventionellen Operation gewählt werden muss. Wir werden Sie weiter über die neuen Entwicklungen unterrichten.

 

 

 

* Wichtig: Beim transfemoralen Vorgehen mit dem Corvalve®-System kommt es bei ca. 20 % aller Patienten zur Notwendigkeit einer Schrittmacherimplantation wegen höhergradiger AV-Blockierungen.

 

Nachsorge nach Aortenklappenstent

  • Für 3 - 6 Monate duale Thrombozytenaggregationshemmung mit ASS und Clopidogrel ( bei Kontraindikationen gegen eine aggressive Antikoagulation: Einzelfallentscheidung)
  • ¼ jährliche echokardiographische Kontrolluntersuchung
  • Langzeit-EKG
  • Strikte Endocarditisprophylaxe