Das Klinikum Karlsburg

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Mädchen und Jungen zum "Girls-Day" in Karlsburg

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Dscn1489 Dscn1487 Der Girls-Day findet heute, am 22. April 2010. im Klinikum Karlsburg zum zweiten Mal statt, organisiert auf Initiative von Herzchirurgin Dr. Elpiniki Katsari. Die 38-Jährige ist selbst Mutter zweier Kinder, sieben und zehn Jahre alt, und erwartet in Kürze ihr Drittes. Dr. Katsari möchte Mädchen davon überzeugen, dass sie auch Berufe ergreifen können, die traditionell lange Zeit Männern vorbehalten waren. "Mein Beruf macht mir viel Freude und man kann ihn durchaus auch mit Familie ergreifen. Nur der Partner und das soziale Umfeld sind natürlich wichtig", betont die engagierte junge Frau. Sie begrüßt gemeinsam mit dem Direktor der Herzchirurgie, Prof. Dr. Hans-Georg Wollert, die 23 Mädchen zwischen 11 und 15 Jahre im Klinikum Karlsburg. Einige sind sogar schon zum zweiten Mal dabei, wie die 14-jährige Laura Schöndorf, die gern Medizinerin werden möchte. Herzchirurgin Dr. Katsari zeigt ihr und den anderen, wie exakt eine Herz-Operation vorbereitet werden muss, und wieviel Fingerspitzengespür dazu gehört, mit Nadel und Faden zu hantieren.

 

Dscn1531In diesem Jahr sind erstmals auch Jungen eingeladen, sich über Gesundheits- und Pflegeberufe zu informieren. Seit fünf Jahren wird bundesweit am Tag des Girls-Day auch den Schülern die Möglichkeit geboten, sich Berufe anzuschauen, die nicht als "männertypisch" gelten. "Es gibt noch zu viele Vorurteile, aber es ist durchaus männlich, sich sozial zu engagieren", betont Dr. Katsari. Im Klinikum Karlsburg werden den zehn Jungen zwischen 11 und 16 Jahren die Berufe Narkose-Pfleger, OP-Pfleger, Kardiotechniker und Diätassistent vorgestellt. Der 16-jährige Sebastian Zepik zeigt sich beeindruckt. Er könne sich durchaus vorstellen, Krankenpfleger zu werden. "Ich möchte mit Menschen zu tun haben. Mir hat die soziale Arbeit im Altersheim, die ich schon über die Schule in Gützkow kennenlernte, gut gefallen. Und im Krankenhaus kann ich noch mehr für die alten Menschen tun." Sebastian darf in Karlsburg eine Spritze aufziehen, die ein Narkose- und Schmerzmittel enthält. Der 13-jährige Paul Milbratz wird zur Anschauung auf einen OP-Tisch gelegt und "verkabelt", so wie es mit Patienten vor einer Herzoperation geschieht. Das ist für alle Jungen aufregend. Ein wenig ängstlich schauen sie, als ihnen Pfleger Michael den Tubus zeigt, der zur künstlichen Beatmung in die Luftröhre eingeführt wird. "Es ist in der Praxis einiges anders, als es in den Fernsehfilmen gezeigt wird", meint Pfleger Alex und erklärt die Funktionsweise eines Defibrillators, der bei einem Herzflimmern beim Patienten zum Einsatz kommt. Schüler Paul Milbratz schaut respektvoll auf die Apparatur und auf die vielen Kurven auf dem Monitor. Er kann anschließend sein EKG, das vollkommen in Ordnung ist, mit nach Haus nehmen. Und vielleicht ein wenig mehr Wissen über den Beruf des Pflegers, der ihm auch gefallen könnte, wie er sagt. Krankenpfleger werden derzeit gut nachgefragt.Dscn1526