Das Klinikum Karlsburg

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Karlsburg: Selbsthilfegruppe bedankt sich bei Klinikleitung

Im Veranstaltungssaal des Klinikums Karlsburg ist die Kaffeetafel festlich gedeckt. Es wird zu Akkordeonmusik gesungen und geschunkelt, kleine Gedichte werden vorgetragen. Die 21 Frauen und Männer der Selbsthilfegruppe "Bluthochdruck" treffen sich zur Weihnachtsfeier. Leiter Manfred Kokoscha aus Anklam freut sich, dass sich auch der Ärztliche Direktor des Herz- und Diabeteszentrum Prof. Dr. Wolfgang Motz die Zeit genommen hat, um dabei zu sein. Kokoscha bedankt sich für die langjährige gute Betreuung der Selbsthilfegruppe im Klinikum und meint: "So eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist durchaus nicht selbstverständlich und uns eine große Hilfe." Es sei sehr wichtig, im Klinikum Ansprechpartner für alle Probleme der Herzpatienten zu haben.

 

Seit 11 Jahren treffen sich die Mitglieder der Selbsthilfegruppe "Bluthochdruck" einmal monatlich. Sie tauschen sich über ihre Erkrankung und neue Therapien aus, gehen wandern und treiben Sport. "Dabei kommt bei uns auch der Spaß nicht zu kurz", erzählt Kokoscha. Positive Erlebnisse würden helfen, so manchen persönlichen Schicksalsschlag zu vergessen. Denn die meisten der Mitglieder haben bereits Herzoperationen hinter sich.

 

Bluthochdruck ist eine schwerwiegende Erkrankung, von der in Deutschland jeder Vierte betroffen ist. Wobei der dauerhaft zu hohe Blutdruck nachweislich die Gefäßsysteme schädigt und in der Folge zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Die meisten Menschen mit hohem Blutdruck haben jahrelang keine Beschwerden. Dies birgt die Gefahr, dass sich der erhöhte Druck überhaupt nicht bemerkbar macht und er auch nicht diagnostiziert wird. "Aufklärung ist äußerst wichtig, damit Bluthochdruck rechtzeitig behandelt werden kann", erklärt Prof. Motz. Gerade deshalb unterstütze das Klinikum auch die Arbeit der Selbsthilfegruppe. "Als Mediziner haben wir ein Interesse daran, noch mehr Menschen über Ursachen, Krankheitsverläufe und Therapien bei Herzerkrankungen zu informieren. Das Wissen um eine gesunde Lebensweise ist die beste Prävention."

 

Zu den jüngsten Mitgliedern der Gruppe zählen Sieglinde und Erich Mellin aus Karlsburg. "Wir haben erst in diesem Jahr von den Treffen erfahren und fühlen uns sehr wohl in der Gruppe. Wichtig sind uns vor allem die vielen Informationen über die Erkrankung." Beide freuen sich schon auf die nächste Veranstaltung, wenn im Klinikum ein Film über schonende Herzoperationen für betagte Patienten gezeigt wird.